wenn Bedeut ng ver oren g ht..

Friedhof Yorkstraße, Berlin 2008

Was bleibt dann?
Kann Bedeutung denn verloren gehen?
Sind diese Leerstellen denn nicht auch wieder nur Lücken die wiederum ihre Geschichte erzählen?
Geschichten vom Verlieren und Verloren werden, vom Wandern, Vergehen und Verschieben.. eine Art Lochkarte der Zeit.

Dekonstruktion


„Unter uns“ Diagramm von Gabu Heindl

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“
die Worte Hannah Arendts gelesen in der Unterführung vor dem Brückenkopfgebäude in Linz.

Oktober im August..

“Wir mögen uns alle gern haben, aber dich find ich doof.” zitiert Wolfgang Müller (ganz nebenbei großartiger Musiker & Texter mit Fingerspitzengefühl) den Satz Moritz Krämers vom Festival „The Sound of Bronkow“ in Dresden diesen September.. ja der Satz fiel auch mir ins Ohr – ebenso wie „Fick dich ins Knie Melancholie!“ von Gisbert zu Knyphausen..

Obendrein schön wenn man für seine Sangeskollegen Bewunderung empfinden kann..

Dankeschön.. euch Allen!

Ein bißchen mehr Sensibilität bitte…!

Kürzlich im Gespräch mit einem Sportlehrer erfuhr ich, dass in Gymnasien immer noch „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ gespielt wird.. einfach kommentarlos so geschehen – auf Wünschen der 15/16 Jährigen Schülerinnen..
Nun.. ich weiß nicht so ganz wie ich damit umgehen soll..
Wie macht man sowas? Wie bespricht man derlei Themen (mit Kindern & Jugendlichen)?
Viele befinden so einen Vorfall keiner Worte wert und betrachten es als schlichtweg harmlos oder lächerlich sich darüber überhaupt zu unterhalten..
Andere meine es sei sogar ’kontraproduktiv’ [..] Kinder oder Jugendliche in so einem Fall darauf aufmerksam zu machen..

Wenn ich zurück denke, dachte ich wohl auch an den Rauchfangkehrer als ich im Kindergarten vor meiner Betreuerin davonlief.. mag sein, dass das auch die meisten tun, aber warum überhaupt soll man Angst vor etwas/jemandem haben nur weil es/er/sie schwarz ist?
Bemerkt den scheinbar niemand die Wertung die hier geschieht und wie sie schon von jüngster Kindheit in unser aller Köpfen installiert wird, sodass man das für völlig normal und in Ordnung halten möchte?

Offenbar nicht, wenn sogar in einem Antidiskriminierungsprogramm schon gedankliche Grenzen gezogen werden:

Zitat:
Angesprochen werden sollen mit „VIELFALT TUT GUT“ insbesondere Kinder und Jugendliche, rechtsextremistisch gefährdete junge Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und die lokalen Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildner vor Ort.

Vielfalt tut gut – zweifellos eine tolle Initiative die sicherlich einiges bewegt, aber was bitteschön sind Migrantinnen und Migranten denn anderes als Kinder und Jugendliche, rechtsextremistisch gefährdete junge Menschen, Eltern, Erzieherinnen, Erzieher, Lehrkräfte,lokale Meinungsbildnerinnen und Meinungsbildner?

Möglich, dass mich jetzt manche für ’zu pingelig’ halten mögen..
Aber mal ehrlich es geht mir nicht darum pc zu sein.. und Regeln zu erstellen warum man was nicht sagen oder tun darf, aber ich denke wohl, dass es unbedingt nötig ist sich die Frage zu stellen ‘was tun Worte in unseren Köpfen?’
Wie würde es sich lesen wenn ein Muslim der ausrastet und mehrere Menschen erschießt “nur“ ein ‘Amokläufer’ wäre und noch kein ‘Terrorist’? Was wäre wenn ein Familiendrama auch bei Andersgläubigen ein solches wäre und nicht in jedem Fall ein ‘Ehrenmord’? Zugegeben ein etwas extremes Beispiel zeigt aber ganz gut was Worte tun – sie erzeugen Werte so meine ich..
Vielen gesellschaftlichen Bewegungen gingen Veränderungen in der Sprache voraus (siehe Gender-Bewegungen Aufmerksamkeit für Menschen mit besonderen Bedürfnissen).
Anhand des obigen Beispiels erkennt man ganz gut die Unterschiedlichkeiten in der Wertung und vielleicht auch, dass zwischen Gesellschaften von Menschen gar nicht so große Unterschiede bestehen wie viele meinen mögen oder irgendwelche Medien uns glauben machen möchten.

why to believe in others.. ?

Fürchterliches Englisch, aber wie so oft nicht die Form sondern der Inhalt..
‘Many Sanks to Viktor Frankl!’ ;)

Zensur..!

schon eigenartig diese Entwicklungen.. als ich meinen Artikel „geb i’s da..“? schrieb konnte man zwei drei Tage nachher, wenn man „was wäre, wenn am Abend alle so strahlen würden wie dieses Plakat hier?“ gegoogelt hat, den Artikel unter den ersten paar Einträgen finden. Ein paar Tage später, ganz unmerklich, ist der Eintrag verschwunden.. – man findet lediglich Werbung – also ausschließlich positive Kommentare zur Kampagne..
Ich darf meine Kritik hier nicht anbringen, es wird darauf geachtet welche Stimmung ich verbreite und ganz nebenbei darauf, dass ich keine Stimme habe.. ein leiser Schauer läuft mir über den Rücken.. soll noch einmal einer sagen es gäbe hierzulande keine Überwachung und Zensur..

***

Don’t ask for an easier life;
ask to be a stronger person.

„Geb i’s da..“?

Als ich heut so im Dunklen durch die Stadt ging fielen mir Plakate ins Auge.. zwei verschiedene der gleichen Kampagne auf einer beleuchteten Litfaßsäule, weiß ohne Bild lediglich mit Aufschrift.. – auf einem stand „:-) -so und jetzt Sie“ auf dem anderen „Wie es wohl wäre, wenn alle am Abend so strahlen würden, wie dieses Plakat?“ darunter stand jeweils „Stimmungen sind ansteckend – geben Sie acht welche Stimmung sie verbreiten.“ und weiters „Eine Kampagne der Gewista und der IAA für Wege aus der Krisenstimmung. Unterstützt von tipp3″..
Glücklicherweise trug ich nen Pulli mit einem sehr weiten Schalkragen…
Liebe Gewista… ihr die ihr dem kleinen Fußvolk die Plakatflächen nehmt, polizeilich vorgeht gegen „wildes Plaktieren“ wie ihr das nennt.., ihr die ihr die plakative Meinungsfreiheit monopolisiert und an den finanziellen Mitteln der Einzelnen fest macht.., sodass man sich fragen muss ob es denn nicht doch noch so etwas wie Zensur gibt.. ob Meinung denn wirklich frei ist..
Ihr, die ihr denen die am nötigsten einer Stimme bedürften die Stimme nehmt – nämlich denen die die Krise wirklich trifft.., diejenigen die in der Krise ihren Job verloren haben.., diejenigen die nicht wissen wie sie ihre Familie durchbringen sollen, weil das Geld nicht reicht, diejenigen die sich zwischen Bildung oder Arbeit entscheiden müssen, weil sie nicht wissen wie sie sich finanzieren sollen… und die vielen vielen Anderen und ihr dann auch noch frech auf euren Plakaten verlangt sie sollten lächeln und acht geben ihr Leid doch wohl für sich zu behalten… Vielen Dank auch! Ich weiß grad echt nicht ob ich vor lauter Zynismus ironisch lachen soll, oder am liebesten gleich losheulen möchte..

…der Sommer vorbeigeflogen…

flying..und schön war er.

zeit..

..ist die evidenz der veränderung oder das bewusstsein der vergänglichkeit..

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